Parkinson kann jeden treffen

Menschen in Not helfen!

Vor Krankheiten ist niemand gefeit. Das hat auch Hollywoodstar Michael J. Fox erfahren. Michael J. Fox war keine 30 Jahre alt, als er die Diagnose Parkinson erhalten hat. Wie Michael J. Fox ergeht es vielen Menschen. Die Diagnose Parkinson trifft die Direktbetroffenen meist völlig unvorbereitet und verändert ihr Leben und das Leben der Menschen in ihrem Umfeld radikal. Häufig sind Menschen mit Parkinson aufgrund ihrer Krankheit auch mit sozialen und finanziellen Problemen konfrontiert. Eine ärztliche Versorgung ist zwar sichergestellt, aber die Kosten für Hilfsmittel, die von keiner Versicherung vergütet werden, und grössere Ausgaben des täglichen Lebens  können häufig nicht mehr aufgebracht werden.

Hier will Parkinson Schweiz helfen. Parkinson Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Parkinsonbetroffenen zu verbessern. Durch die finanzielle Unterstützung hilft die Vereinigung den Betroffenen, ihre Selbstständigkeit und ihre gesellschaftliche Stellung zu erhalten.

Wieso braucht es einen Solidaritätsfonds?

Eine finanzielle Notsituation kann jede und jeden von uns unvorbereitet treffen. Der Solidaritätsfonds ist eine individuelle, finanzielle Direkthilfe, die geschaffen wurde,  um Parkinsonbetroffene  in ausserordentlichen Situationen unkompliziert zu unterstützen und finanzielle Engpässe zu bewältigen. In den letzten Jahren wurde mit Unterstützung des Solidaritätsfonds vielen Menschen in Not geholfen.

Die Sozialsysteme in der Schweiz sind sehr gut ausgebaut, doch werden häufig Anschaffungen, die für die Erhaltung der Lebensqualität benötigt werden, nicht finanziert. Der Solidaritätsfonds ermöglicht es den Betroffenen, sich auch elementare Dinge zu leisten, welche sie dringend für eine Beibehaltung der Lebensqualität brauchen. Durch die Unterstützung durch Parkinson Schweiz kann das Leben von vielen Betroffenen verbessert werden.

Erhaltung der Lebensqualität

Erhaltung der Lebensqualität

Wieso unterstützt Parkinson Schweiz diese Menschen und wieso hilft hier nicht das Sozialsystem?

Die Schweiz verfügt über ein gut aufgebautes Sozialsystem. Es werden aber nicht alle Ausgaben vergütet.

Zum Beispiel haben Erwerbstätige, die aufgrund ihrer Parkinsonerkrankung das bisherige Arbeitspensum nicht mehr bewältigen können, die Möglichkeit, eine Invaliden-Rente (IV) zu beantragen.

Dies ist oft mit einer finanziellen Einbusse verbunden.

Beim Eintritt ins Pensionsalter, greift die IV nicht mehr. Für Pensionierte ist die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zuständig. Die Beiträge der AHV an Hilfsmittel  sind beschränkt. Beispielsweise übernimmt die AHV bei der Anschaffung eines Rollstuhls, eines Hörgeräts oder einer Perücke  einen Teil der Kosten. Die Krankenkasse zahlt  für die auf ihrer Liste aufgeführten Hilfsmittel

Hier hilft der Solidaritätsfonds von Parkinson. Wir beraten die Betroffenen und prüfen, ob ein gesetzlicher Anspruch auf Unterstützung besteht.

Was finanziert der Solidaritätsfonds?

Der Solidaritätsfonds unterstützt Menschen, welche eine Parkinson Erkrankung haben und in einer finanziellen Notsituation sind.

Ein paar Einblicke, wie Parkinson Schweiz Menschen in Not geholfen hat.

Herr A.M. aus B. hat die Diagnose Morbus Parkinson erhalten und benötigt einen Rollator als Gehhilfe

Herr A.M. ist im Pensionsalter und hat die Diagnose Morbus Parkinson erhalten. Er ist dringend auf einen Rollator angewiesen, kann ihn aber nicht selber finanzieren.

Die Anfrage bei der AHV und der Krankenkasse hat eine begrenzte Leistungspflicht ergeben. Herr A.M. müsste einen gewissen Betrag an den Rollator selber finanzieren. Geld, das er aber nicht hat.

Er wendet sich an Parkinson Schweiz und beantragt über den Solidaritätsfonds einen Zuschuss. Nach eingehender Prüfung und Abklärung wird sein Antrag bewilligt..

Frau C.G. aus W. kann aufgrund der fortschreitenden Parkinson Erkrankung nicht mehr Treppen steigen.

Frau C.G. wohnt seit Jahren in einer Mietwohnung im Hochparterre zusammen mit Ihrem Ehepartner. Beide sind im AHV Alter.

Aufgrund der Parkinson Erkrankung ist es ihr nicht mehr möglich Treppen zu steigen. Der Gesundheitszustand des Ehepaars ist grundsätzlich gut.

Damit Frau C.G. nicht ins Heim gehen muss, ist eine Anschaffung eines Treppenlifts nötig.

Abklärungen haben ergeben, dass diese Kosten von keiner Versicherung übernommen wird.

Ein Umzug in eine andere Wohnung ist aus Kostengründen nicht möglich. , Ein Umzug in ein Heim ist aufgrund des Gesundheitszustands nicht angesagt.

Frau C.G. möchte Ihre Lebensqualität beibehalten und mit Ihrem Ehepartner in der gewohnten Umgebung weiterleben, eine Eigenfinanzierung ist nur zu einem Teil möglich. Frau C.G. wendet sich für die Finanzierung eines Treppenlifts an Parkinson Schweiz. Nach eingehender Prüfung unterstützt der Solidaritätsfonds von Parkinson Schweiz den Antrag von Frau C.G.  und übernimmt einen Teil der Kosten für den Treppenlift.

Wie funktioniert der Solidaritätsfonds von Parkinson Schweiz und wer bekommt Hilfe?

Mitglieder von Parkinson Schweiz, die einen Wohnsitz in der Schweiz haben, können bei finanziellen Notlagen Anfragen für finanzielle Leistungen aus dem Solidaritätsfonds an Parkinson Schweiz stellen. Für die Antragsstellung gibt es entsprechende Formulare und Vorgaben. Das Reglement zum Solidaritätsfonds definiert die Ausrichtung der Gelder, die u.a. mit folgenden Kriterien verknüpft sind:

  • Die Sozialversicherungen wie AHV, IV oder Krankenkasse sind für die beantragte Unterstützung nicht oder nur begrenzt leistungspflichtig..
  • Die anstehenden Auslagen bzw. die krankheits- oder behinderungsbedingten Mehrkosten übersteigen das Einkommen und können nicht selber finanziert werden.
  • Das steuerbare bewegliche Vermögen liegt unter dem von der Ergänzungsleistung (EL) festgelegten Freibetrag.

Was unterstützt der Solidaritätsfonds?

Der Solidaritätsfonds unterstützt mit finanziellen Massnahmen Menschen in Not.

Dies, um die Lebensqualität der Betroffenen soweit möglich sicher zu stellen. Geldleistungen sind einmalig für ausserordentliche Auslagen oder wiederkehrende, zeitlich begrenzt möglich.

Beispiele von einmaligen Leistungen:

  • Hilfsmittel/bauliche Massnahmen
  • Dienstleistungen (Pflege zu Hause, Entlastung, Erhalt der Selbstständigkeit, Kontakt mit der Umwelt
  • Medizinische Massnahmen (zeitlich begrenzte)
  • Besondere, nicht alltägliche Ausgaben für den Lebensbedarf (Umzugskosten, Anschaffung von Haushaltsgegenständen, Mobiliar, Brillen, Zahnbehandlungen etc. )

Die Beiträge an Einzelpersonen sind begrenzt und dürfen in der Regel pro Jahr einen gewissen Betrag nicht übersteigen.

Wie entscheidet Parkinson Schweiz, wer Leistungen erhält?

Jeder Antrag wird durch die Organe von Parkinson Schweiz geprüft. Zuerst wird angeschaut, ob die Antragssteller die Auslagen durch eigene Mittel, Versicherungsansprüche oder andere rechtliche Ansprüche decken können. Können die Auslagen nicht anderweitig finanziert werden und sind die Kriterien des Reglements erfüllt, werden finanzielle Leistungen  bewilligt.

Parkinson Schweiz gewährt den Datenschutz und ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Wieso sollten Sie Parkinson Schweiz und den Solidaritätsfonds unterstützen?

Mit Ihrer Spende helfen Sie Menschen, welche eine Parkinson Erkrankung haben und sich in einer finanziellen Not sind. Eine Situation, die jedem von uns passieren kann.

Ihre Spende wird ausschliesslich für den Solidaritätsfonds verwendet.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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